VON JÜRGEN SCHWABE | Unsere E-Jugend, die sich aus 11 Spielern der Jahrgänge 2005 und 2006 zusammensetzt, muss in der Frühjahrsrunde kräftig einstecken. Da man im Herbst in einer sehr leichten Gruppe überraschend den ersten Platz erreicht hatte, wurde man für die Frühjahrsrunde in die „Meistergruppe“ gesteckt.

Bekanntlich wächst man ja mit seinen Aufgaben, doch merken wir gerade, dass das ein wenig dauert. Im ersten Spiel gegen Weidenberg konnten wir nur eine Halbzeit lang mithalten und verloren aufgrund der letzten schwachen 10 Minuten dann doch deutlich mit 0:7. Auch gegen die starken Mistelgauer hatten wir nicht wirklich eine Chance. Einige wenige gute Minuten nach der Pause genügten aber wenigstens für einen Ehrentreffer - 1:9 der Endstand. In Seybothenreuth hatten wir uns mehr vorgenommen. Die ersten 10 Minuten konnten wir das Spiel sogar dominieren, lagen wegen eines individuellen Fehlers zur Halbzeit aber trotzdem mit 0:1 hinten. Leider ließen wir auch hier im zweiten Durchgang nach, so dass wir wieder mit 0:5 relativ deutlich verloren.

Dementsprechend fuhren wir ohne besondere Erwartungen zur SpVgg Bayreuth. Mit etwas Glück ein einstelliges Ergebnis, das war so die Hoffnung. Relativ schnell zeigte sich aber, dass wir hier nur eins erreichen konnten – nämlich zu lernen. Ohne echten Einwechselspieler hatten wir auch noch konditionelle Probleme – von der taktischen und technischen Überlegenheit der Altstädter mal ganz zu schweigen. Wenn es stimmt, dass man aus Fehlern lernt, dann müssten uns solche Spiele aber richtig voran bringen. Aus einem 0:21 müsste man eigentlich viel lernen können.

 

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 "Von den Guten lernen ist das Motto in der Frühjahrsrunde für die 11 E-Jugend Spieler" (Bild: Schwabe)

 

Am 07. Mai steht dann das letzte Vorrundenspiel an. Gegen Kirchenlaibach-Speichersdorf, die bisher auch noch punktlos sind, soll sich zeigen ob die Jungs sich von den guten Gegnern bisher etwas abgeschaut haben und ob sich vor allem das Deckungs- und Zweikampfverhalten verbessert hat.

Ob die Frühjahrsrunde am Ende dennoch positiv bewertet werden kann, wird wohl weniger vom Tabellenplatz abhängig gemacht werden. Wichtiger wird sein, ob die Mannschaft sich individuell, im Zusammenspiel und charakterlich steigern konnte. Ein Indiz dafür wäre es, wenn die Rückspiele zumindest knapper gestaltet werden könnten. Auch gute Einsatzbereitschaft und Trainingsbeteiligung würden zeigen, dass die Jungs gewillt sind, die Lücke zu den ganz guten Mannschaften zu schließen und nicht den Kopf in den Sand zu stecken, weil man gegen gute Gegner verloren hat.

Die 2006er können ja nächstes Jahr noch einmal in der E Jugend angreifen und vielleicht zahlt sich das Lehrgeld ja spätestens dann aus?